Unsere kommenden Termine
Keine Einträge vom 3. Mai 2026 bis zum 3. Juni 2026.
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„Die Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen. Anker unsrer Seele.“
Hebräer 6,19
Was ist Hoffnung? Bei Wikipedia steht dazu: „Hoffnung ist die zuversichtliche Erwartung oder der Wunsch, dass sich eine Situation zum Positiven wendet, auch ohne Gewissheit.“
Wünsche ich mir, dass sich schlechte Situationen in meinem Leben und Umfeld zum Guten wenden?
Oh ja, ich wünsche mir, dass ich schneller einen Arzttermin bekomme, dass die Benzinpreise sinken und bezahlbar bleiben, dass, wer Straftaten begeht, auch entsprechende Konsequenzen tragen muss…. meine Liste der Wünsche, dass sich Dinge und Ereignisse zum Guten wenden, ist momentan sehr lang. Aber geht es hier in diesem Vers um meine, um unsere menschlichen Wünsche, um unser menschliches Hoffen auf bessere Zeiten hier auf Erden? Welche Hoffnung gibt es, dass sie wie ein fester und sicherer Anker für unsere Seele ist? Die Seele…was ist sie und wo kommt sie her? Als Christ glaube ich, dass Gott die Welt und auch uns Menschen geschaffen hat, also auch meine Seele. „Da nahm Gott Erde und formte daraus den Menschen und blies ihm den Lebenshauch in die Nase. So wurde der Mensch lebendig.“ (1.Mose2,7) Meine Seele ist Gottes Lebenshauch, es ist der Teil, der nicht wieder zur Erde wird, weil er nicht aus Erde ist, sondern ein Teil von Gott selbst.
Welche Hoffnung, welchen Wunsch hat nun meine Seele? Wenn mir als Kind schlimme Dinge passiert sind, dann habe ich im Innern nur einen Wunsch gehabt: Hoffentlich wird alles wieder GUT. Meine kindliche Seele ahnte den Ort, wo alles GUT war. Sie hoffte darauf, einmal wieder da zu sein, wo sie hergekommen ist. Bei Gott, im Paradies. Ich möchte diesem Wunsch meiner Seele wieder mehr Raum geben und mir neu bewusstmachen, wo meine Seele sich eigentlich „hin-hofft“. Denn diese Hoffnung ist keine Illusion. Gott selbst hat eine Möglichkeit geschaffen, dass wir wieder zu ihm kommen können. Gerade jetzt zu Ostern werden wir daran neu erinnert.
Als Jesus am Kreuz sagte – „Es ist vollbracht“, zerriss der Vorhang vor dem Allerheiligsten im Tempel und es wurde eine Tür geöffnet, die wieder in den Garten Eden führt. Darauf soll meine Seele hoffen, daran möchte ich mich festhalten wie an einem Anker. Gott verspricht aber noch mehr…“Siehe, ich mache alles neu“. Wie genau das aussehen mag, kann keiner sagen, aber ich weiß, dass es am Ende „sehr gut“ sein wird.
Nun, ich lebe hier, in dieser Welt. Manchmal drängt sich der Eindruck auf, dass nur das Böse gewinnt. Trotzdem möchte ich an einer Hoffnung festhalten, die meiner Seele ein sicherer Anker ist. Nicht das Böse gewinnt. Jesus gewinnt. Er hat schon gewonnen. Er hat den Weg frei gemacht zu einem Ort, wo meine Seele sich hin wünscht. Dort wo sie weiß und fühlt: Siehe es ist alles GUT.
„Diese Hoffnung haben wir als einen festen und sicheren Anker für unsere Seelen, der hinein reicht bis ins Allerheiligste, hinter dem Vorhang im himmlischen Tempel. Dorthin ist Jesus als Wegbereiter vorausgegangen.“ (Hebr.6,19-20a) An diese Hoffnung möchte ich meine Seele fest verankern.
Christhardt Illing
05.07. – 09.07.2026